{"id":2,"date":"2016-09-01T18:41:18","date_gmt":"2016-09-01T16:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hans-posegga.de\/"},"modified":"2024-01-24T23:23:23","modified_gmt":"2024-01-24T22:23:23","slug":"beispiel-seite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hans-posegga.de\/","title":{"rendered":"Komponist, Pianist &#038; Dirigent"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-294\" src=\"http:\/\/www.hans-posegga.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-828x600.jpg\" alt=\"\" width=\"828\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-828x600.jpg 828w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-1000x725.jpg 1000w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-768x557.jpg 768w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-1536x1113.jpg 1536w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-2048x1484.jpg 2048w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-1612x1168.jpg 1612w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-1116x809.jpg 1116w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-806x584.jpg 806w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-558x404.jpg 558w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-655x475.jpg 655w, https:\/\/www.hans-posegga.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Hans-am-Fluegel-001-rotated-600x435.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><\/p>\n<p>Hans Posegga wurde in Berlin am 31. Januar 1917 als viertes Kind einer Beamtenfamilie geboren. Sein Vater war der dreizehnte Sohn eines ostpreu\u00dfischen Bauern. Zuhause wurde viel musiziert und schon fr\u00fch begann er mit dem Klavier- und Geigenunterricht, lernte bei seinen \u00e4lteren Schwestern Gretel und Marie, sowie bei verschiedenen ortsans\u00e4ssigen Musiklehrern. Aufgrund seines Flei\u00dfes und seiner Begabung ging er schon mit 17 Jahren nach Dortmund und erhielt dort Unterricht als Pianist bei Heinz Sch\u00fcngeler und wurde auch am dortigen Theater als Jungdirigent eingesetzt.<\/p>\n<p>Der zweite Weltkrieg bereitete seiner Ausbildung ein j\u00e4hes Ende. Bis zuletzt hat er diese Jugendjahre, die er als Soldat verbringen mu\u00dfte, in seiner Laufbahn als Musiker sehr vermi\u00dft. Sensibel und einf\u00fchlsam, wie es ihm sp\u00e4ter als Komponist f\u00fcr dramaturgisch gestaltete Werke zugute kam, litt er schrecklich unter den Anforderungen, die das Soldatenleben an ihn stellte. Nie konnte er sich mit der Ideologie des Regimes identifizieren und geh\u00f6rte auch nie zur Partei. Die Traumata verfolgten ihn bis ins hohe Alter.<\/p>\n<p>Als er in Paris stationiert war, gelang es ihm und seinem Freund Eduard Drolc (sp\u00e4ter Berliner Philharmoniker und Gr\u00fcnder des gleichnamigen Quartett&#8217;s &#8222;Drolc Quartett&#8220;) Unterricht bei den damaligen Gr\u00f6\u00dfen des Musiklebens Jacques Thibaud und Alfred Cort\u00f4t zu nehmen. Diese beiden genialen Musiker besa\u00dfen die menschliche Gr\u00f6\u00dfe, in den jungen deutschen Soldaten keine Feinde zu sehen, sondern einfach junge Musiker, die begierig waren, etwas zu lernen. Ungeachtet aller Fronten und selbst der Tatsache, da\u00df Jacques Thibaud zwei S\u00f6hne im Kriege verloren hatte, durfte Hans Posegga bei ihnen in Paris studieren und die Impressionisten der franz\u00f6sischen Musik kennenlernen, die damals in Deutschland verp\u00f6nt waren.<\/p>\n<p>Als Lehrer am Trapp&#8217;schen Konservatorium in M\u00fcnchen konnte er nach dem Krieg in der Musikwelt wieder Fu\u00df fassen und traf auch bald auf die Gruppe des &#8222;jungen deutschen Films&#8220; &#8211; die Br\u00fcder Peter und Ulrich Schamoni, Boris Marangosoff, &#8211; Wolfgang Urchs (Zeichentrickfilme) Ferdinand Khittl , Raimund R\u00fchl und noch viele andere.<\/p>\n<p>Im Schwabing der 50 und 60er Jahre traf man sich bei der &#8222;Schwester und ich&#8220; und auf der Leopoldstra\u00dfe im Hahnhof, betrachtete die Bilder des Filmstreifens gegen das Tageslicht und vereinbarte die dazugeh\u00f6rige Musik. Es war eine kreative und technikarme Zeit. &#8222;ES&#8220; &#8211; Regisseur Ulrich Schamoni &#8211; war der erste gro\u00dfe Spielfilm, dann folgte &#8222;Schonzeit f\u00fcr F\u00fcchse&#8220; &#8211; Regisseur Peter Schamoni &#8211; f\u00fcr den Hans Posegga 1966 das &#8222;Filmband in Gold&#8220; bei der Berlinale erhielt.<\/p>\n<p>In den 60 Jahren gab es kaum ein Dokumentar- oder Kurzfilmfestival, bei dem der dominierende Komponist nicht Hans Posegga hie\u00df. Viele dieser Filme erhielten Preise und nicht zuletzt wegen ihrer Musik.<\/p>\n<p>In diesen Jahren begann auch eine bis an sein Lebensende dauernde k\u00fcnstlerische Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk. In diesen Anfangsjahren des Fernsehens wurden die Filme &#8211; meist Kinderprogramme unter der Leitung des Redakteurs Gert M\u00fcntefering &#8211; im Studio gedreht und die Musik w\u00e4hrend der Aufnahmen direkt auf die Tonspur bei den Dreharbeiten aufgenommen.<\/p>\n<p>So entstanden die Sendereihen &#8222;Ratereisen auf dem Dachboden&#8220; &#8222;Kaspar und Ren\u00e9&#8220; mit dem unvergessenen Ren\u00e9 K\u00f6rner, der viele der von Hans Posegga komponierten Kinderlieder interpretierte. Es war zum ersten Mal, da\u00df man den Kindern nicht typische Kinderlieder vorsetzte, sondern es waren Kompositionen, die ein Zugest\u00e4ndnis an den Zeitgeist darstellten, die Seele der Kinder ber\u00fccksichtigten und von gro\u00dfem kompositorischen K\u00f6nnen zeugten.<\/p>\n<p>Die Titelmelodie zu der &#8222;Sendung mit der Maus&#8220;, die seit 1971 diese Sendung er\u00f6ffnet, gibt ein h\u00f6rbares Beispiel daf\u00fcr, da\u00df er sich auch in der kleinsten Form in meisterhafter Weise auszudr\u00fccken verstand.<\/p>\n<p>In den Fernsehstudiojahren kam es Hans Posegga sehr zugute, da\u00df er eine erfolgreiche Pianistenlaufbahn nach dem Krieg in den deutschen Rundfunkanstalten hinter sich hatte. Die vielen von Zeit zu Zeit immer wieder gesendeten Aufnahmen belegen sein gro\u00dfes pianistisches K\u00f6nnen. Auch nach Paris zum Radio diffusion fran\u00e7aise wurde er wieder zu Aufnahmen gerufen.<\/p>\n<p>1958 erteilte ihm der Bayerische Rundfunk einen Auftrag f\u00fcr ein &#8222;Klavierkonzert mit gro\u00dfem Orchester&#8220;, das unter der Leitung des Dirigenten Rudolf Alberth uraufgef\u00fchrt , 1986 neubearbeitet und mit dem Solisten Kurt Wolf im April 1987 in Berchtesgaden erneut aufgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Als Lehrer am damaligen Trapp&#8217;schen (heute Richard Strau\u00df) Konservatorium hat er viele Sch\u00fcler in die Kunst des Klavierspielens eingeweiht, bis seine kompositorische Berufung ihn dazu f\u00fchrte 1958 (?) diese T\u00e4tigkeit zugunsten einer Existenz als freier Komponist aufzugeben.<\/p>\n<p>In den letzten 20 Jahren seines Lebens kam er wieder zur\u00fcck auf seine urspr\u00fcngliche Berufung als Komponist autonomer Musik und schrieb zahlreiche Instrumentalwerke, zwei gro\u00dfe Oratorien, mehrere B\u00fchnenst\u00fccke. Bei seinem Tod am 19. Mai 2002 lagen auf seinem Klavier noch die Konzepte f\u00fcr ein Konzert f\u00fcr Bandoneon und gro\u00dfes Orchester von dem noch der dritte Satz fehlt, eine Klavierschule mit zahlreichen fertigen Piecen. Auch das Cello Konzert wartete auf die Instrumentierung.<\/p>\n<p>Hans Posegga starb am 19.5.2002 nach kurzer Krankheit in Wien.<\/p>\n<p>Berg im August 2002<\/p>\n<p>Astrid Posegga<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Posegga wurde in Berlin am 31. Januar 1917 als viertes Kind einer Beamtenfamilie geboren. Sein Vater war der dreizehnte Sohn eines ostpreu\u00dfischen Bauern. Zuhause wurde viel musiziert und schon fr\u00fch begann er mit dem Klavier- und Geigenunterricht, lernte bei seinen \u00e4lteren Schwestern Gretel und Marie, sowie bei verschiedenen ortsans\u00e4ssigen Musiklehrern. 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